Gute Wahl!

"Zum dritten Mal in Folge ist es uns gelungen, einen Stimmenzuwachs zu erzielen. Damit können wir sehr zufrieden sein.", fasst der bisherige und zukünftige Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Joachim Guretzki das Wahlergebnis für den Stadtverein zusammen.
Verglichen mit dem Ergebnis der Kommunalwahl von 2014, stieg die Zahl der Stimmen für den Stadtverein um 11%.

Vor dem Hintergrund, dass die Wähler über 10.000 zusätzliche Stimmen bei dieser Wahl verteilt haben, empfindet er das Abschneiden von SPD und CDU desaströs. Beide haben gegenüber 2014 Wählerstimmen und Mandate verloren.

"Das uns entgegengebrachte Vertrauen wird für den Stadtverein ein großer Ansporn sein. Dafür danken wir unseren Wählern. Wir werden uns mit Sachverstand und guten Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger, für die Stadt und für den Klima- und Artenschutz hier vor Ort einsetzen." Guretzki sieht durch die Verdopplung der Mandate von Bündnis 90/Die Grünen gute Chancen, gemeinsam und im Sinne von "Fridays for Future" etwas in Hohen Neuendorf zu bewegen.

Das neu formierte Stadtparlament stellt in jedem Fall eine große Herausforderung für die demokratischen Kräfte in unserer Stadt dar. "Wir nehmen sie an", gibt Guretzki sich kämpferisch.

Unsere Schwerpunktthemen

Nachhaltige Stadt- und Zentrumsentwicklung

Begrenzung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme  auf max. 500 Wohneinheiten – dadurch Erhalt der Waldflächen und Wochenendsiedlung. Keine Ausweisung von neuen Bauflächen in landschaftlich wertvollen Bereichen und Frischluftschneisen.

Bezahlbarer kommunaler Wohnungsbau

Neubau von 200-300 kommunalen Mietwohnungen für Einwohner der Stadt: barrierefrei, altersgerecht, energiesparend. Vergünstigte Überlassung von Bauland nach der Leitlinie zum Einheimischenmodell. Nutzung der neuen brandenburgischen Wohnungsbauförderung zur Realisierung von bezahlbaren Neubauwohnungen (6-8 Euro/qm Nettokaltmiete).

Ordnung und Sicherheit

Dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger kommt der Stadtverein nach und setzt sich für weitere Stellen im Ordnungsamt für den Außendienst ein. Im Vordergrund steht die verbesserte Erreichbarkeit in den Abendstunden und die Entlastung der Polizei von Ordnungsaufgaben. Einschränkung des Silvesterfeuerwerks in sensiblen Bereichen wie Altenheimen, Bahnhöfen und Grünanlagen.

Verbesserung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV)

S-Bahn im 10-Min-Takt, Verdichtung des Stadtbussystems, Einrichtung von Ringbuslinien, Feldversuch zur kostenfreien Busfahrt im Stadtgebiet.

Kulturbahnhof endlich realisieren

Die Stadt ist seit 2011 im Besitz des S-Bahnhofgebäudes Hohen Neuendorf.
Viele Kulturschaffende und Vereine warten seit Jahren auf bessere Räumlichkeiten (Senioren, Künstler, Fanfarenzug, Stadtbibliothek etc.). Nutzung des neuen brandenburgischen Bahnhof-Förderprogramms,
Fertigstellung 2021 als neues kulturelles Bürgerzentrum.

Einzelhandel stärken – keine weiteren Discounter

Beschluss eines verbindlichen Einzelhandelskonzepts zur Steuerung von neuen Ansiedlungsbemühungen, Stärkung bestehender Fachgeschäfte und Erhalt einer vielfältigen Einzelhandelsstruktur, angemessene Parkraumkonzepte für Fahrrad, Car-Sharing, PKW. In jedem Stadtteil eine Postagentur.

Keine weitere Grundsteuererhöhung

Der Haushalt 2019 hat extrem gute Rahmenbedingungen: ein historisch niedriges Zinsniveau, eine Hochkonjunkturphase, die uns Jahr für Jahr Steuermehreinnahmen bringt. Einen weiteren Griff in die Taschen der Grundstückseigentümer und Mieter werden wir, wie bisher, nicht mittragen.

Abschaffung der Straßenausbaubeiträge (KAG)

Erarbeitung eines bürgernahen Bauprogramms für unbefestigte Erschließungsstraßen: Aufstellen eines klaren Zeitplans mit Ausbauetappen, Straßenquerschnitten und absehbaren finanziellen Belastungen der Anwohner.

Leitbild „Grüne Stadt an der Havel“ konsequent beachten

Umsetzung des geplanten zentralen Stadtparks am Wasserturm, Ausbau der Pläne zum Grünverbundsystem, Aufwertung der vernachlässigten Rotpfuhle (Instandsetzung von Wegen, Bänken, Beschilderungen), weitere Renaturierung des Herthamoors.

Ausrichtung der kommunalen Sportförderung auf alle Bürger der Stadt

Öffnung der Sportplätze für alle Bürger, Anlage eines Sommerbades an der Havel, Aufwertung des Havelufers

Am 24. Februar 2019 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Stadtvereins Hohen Neuendorf e.V. im Hotel am Lunik Park statt.

Turnusgemäß wurde nach zwei Jahren ein neuer Vorstand gewählt. Die Mitglieder sprachen sich einstimmig für eine Kontinuität der erfolgreichen Vereins- und Fraktionsarbeit aus. Wiedergewählt wurden Heidi Meschkat, Dr. Bernhard Böckelmann, Matthias Schwanke, Detlef Bartke, Frank Holznagel und Dr. Hans-Joachim Guretzki.

Dr. Guretzki dankte den Mitgliedern für das ihm und dem Vorstand entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Nach seinen Worten könnte „ohne den Rückhalt in den Familien das Ehrenamt in einem Bürgerverein und in der Fraktion nicht mit Leben und Inhalten ausgefüllt werden. Und das bereits seit über 18 Jahren!“

Nunmehr zum sechsten Mal wiedergewählt, führte Guretzki weiter aus: „Für den unabhängigen Bürgerverein Hohen Neuendorfs sind Unabhängigkeit, Kompetenz und Kontinuität wesentlich, um auch in Zukunft die wichtigen Themen in unserer Stadt erfolgreich umsetzen zu können und die Bürger bei ihren Belangen zu unterstützen.”

Nach einer lebhaften und konstruktiven Diskussion unter den Mitgliedern mit den Kandidaten für die Kommunalwahl, wurde das Wahlprogramm verabschiedet. Die Vorschlagsliste mit den 15 Kandidaten für die Kommunalwahl im Mai 2019 wurde einstimmig bestätigt. Zu den Schwerpunktthemen gehören unter anderem die nachhaltige Stadt- und Zentrumsentwicklung, bezahlbarer kommunaler Wohnungsbau, Ordnung und Sicherheit, Verbesserung des öffentlichen Personennaverkehrs (ÖPNV), die schnelle Realisierung des Kulturbahnhofes, Stärkung des Einzelhandels, keine weitere Grundsteuererhöhung, Abschaffung der Straßenausbaubeiträge nach KAG, einsetzen für das Leitbild „Grüne Stadt an der Havel“ sowie die Ausrichtung der kommunalen Sportförderung auf die Bürger der Stadt.

„In den Wochen bis zur Wahl wird sich der Stadtverein mit seinem Wahlprogramm an vielen Orten den Bürgern der Diskussion stellen. Wir sind sicher, dass unsere Schwerpunkte den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entsprechen werden“, so Guretzki gegen Ende der Veranstaltung. Mit seinem Wunsch „alle demokratischen Kräfte in der Stadt zu mobilisieren“ verabschiedete er die Mitglieder in den Sonntagabend.